Häufig gestellte Fragen
Antworten zu Photovoltaik, Energiesystemen und Anlagenbetreuung — kompakt, verständlich und aus der Praxis.
Fragen zu unseren Leistungen
Antworten zu Überwachung, Reinigung, Prüfung, Optimierung und Dachpflege Ihrer Solaranlage.
Für Wartung, Instandhaltung und spätere Ersatzinvestitionen sollte über die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage mit jährlichen Kosten von rund 1 bis 2,5 % der Investitionskosten gerechnet werden.
Wie hoch die tatsächlichen Kosten ausfallen, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Anlagetyp (Indach- oder Aufdachanlage)
- Dachform (Flachdach oder Schrägdach)
- Dachbegrünung
- Unterkonstruktion
- Dachneigung
- Grösse und Komplexität der Anlage
Nicht jede Anlage benötigt dieselben Wartungsmassnahmen. Deshalb sollte die Betreuung immer auf die jeweilige Situation abgestimmt werden.
Eine optimal laufende Photovoltaikanlage produziert entsprechend ihrer Auslegung und den aktuellen Wetterbedingungen. Ob dies tatsächlich der Fall ist, lässt sich jedoch nur durch eine regelmässige Auswertung der Anlagendaten beurteilen.
Moderne Wechselrichter und Energiemanagementsysteme ermöglichen einen Vergleich zwischen den erwarteten und den tatsächlich erzielten Erträgen. Weichen diese dauerhaft voneinander ab, kann dies auf technische Probleme oder Optimierungspotenzial hinweisen.
Mögliche Anzeichen dafür sind:
- Sinkende Erträge
- Fehlermeldungen im Monitoring
- Erhöhter Netzbezug trotz Solarstromproduktion
- Verschmutzte Module
- Sichtbare Beschädigungen
- Ausfälle einzelner Komponenten
Eine wichtige Kennzahl zur Beurteilung der Anlagenleistung ist die sogenannte Performance Ratio (PR). Sie zeigt, wie viel der theoretisch möglichen Energie tatsächlich produziert wird und ermöglicht einen objektiven Vergleich der Anlagenleistung – unabhängig von Standort und Einstrahlung. Diese Überprüfung übernehmen wir gerne für Sie mehr Informationen dazu hier.
Eine professionelle Betreuung unterstützt Sie dabei, den Betrieb Ihres Energiesystems langfristig zu optimieren.
Zu den Vorteilen gehören:
- Höhere Erträge, indem Störungen frühzeitig erkannt und schnell behoben werden.
- Höhere Wirtschaftlichkeit, da Ertragseinbussen reduziert und Optimierungspotenziale gezielt genutzt werden.
- Weniger ungeplante Ausfälle durch regelmässige Überwachung und bedarfsgerechte Wartung.
- Längere Lebensdauer von Modulen, Wechselrichtern und weiteren Komponenten.
- Werterhalt der gesamten Photovoltaikanlage und des Energiesystems.
- Laufende Optimierung bei veränderten technischen, wirtschaftlichen oder gesetzlichen Rahmenbedingungen.
- Einfachere Erneuerung oder Erweiterung der Anlage, da die verbauten Komponenten und deren Historie dokumentiert sind.
- Vorbereitung auf die Kreislaufwirtschaft, indem die verbauten Komponenten dokumentiert werden. So schaffen wir bereits heute die Grundlage, künftig kreislauffähige Prozesse für den Ersatz, die Wiederverwendung und das Recycling von Komponenten wirtschaftlich umzusetzen.
- Kompetente Begleitung über den gesamten Lebenszyklus – von der Inbetriebnahme über den Betrieb und die Optimierung bis zur späteren Erneuerung des Energiesystems.
Durch höhere Erträge und weniger Ausfälle sinken die Stromgestehungskosten (LCOE). Die folgende Grafik zeigt diesen Zusammenhang vereinfacht auf.
Betreuung lohnt sich, wenn der zusätzliche Ertrag höher ist als ihre Kosten.
Ohne Betreuung
- Weniger Ertrag
- Mehr Ausfälle
- Höhere Kosten pro kWh
Mit Betreuung
- Mehr Ertrag
- Weniger Ausfälle
- Tiefere Kosten pro kWh
Eine Reinigung ist dann sinnvoll, wenn der zusätzliche Energieertrag die entstehenden Kosten übersteigt. Ziel ist es, die Stromgestehungskosten der Anlage langfristig zu senken und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.
Gleichzeitig gilt: Je grösser eine Photovoltaikanlage ist, desto grösser sind die finanziellen Auswirkungen von Ertragsverlusten oder technischen Ausfällen. Deshalb gewinnt eine kontinuierliche Betreuung mit zunehmender Anlagengrösse an Bedeutung.
Bei kleineren Anlagen sind vorbeugende Massnahmen hingegen nicht immer wirtschaftlich. Hier ist es oft sinnvoller, den Anlagenbetrieb zu überwachen und erst dann gezielt einzugreifen, wenn Auffälligkeiten oder konkrete Probleme auftreten.
Eine allgemeingültige Empfehlung gibt es nicht. Die sinnvolle Betreuung hängt von der Anlagengrösse, der Nutzung und den Anforderungen der Eigentümerschaft ab.
Eine Massnahme empfehlen wir jedoch für praktisch jede Photovoltaikanlage: das Monitoring der Anlage.
Das Monitoring bildet die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen. Es ermöglicht die laufende Überwachung der Erträge und hilft dabei, Störungen, Ertragsverluste oder technische Probleme frühzeitig zu erkennen.
Ohne Monitoring ist es oft schwierig zu beurteilen, ob eine Anlage optimal läuft oder ob Wartungs- und Optimierungsmassnahmen notwendig sind.
Auf Basis der Monitoringdaten können anschliessend weitere Massnahmen individuell geplant werden, beispielsweise:
- Reinigung der Anlage
- Ertragsanalysen
- Funktionskontrollen
- Reparaturen
- Speichererweiterungen (weil Sie die Rahmenbedingungen verändern)
- Optimierungen des Eigenverbrauchs
Je nach Anlagentyp und Zielsetzung kann daraus ein individuelles Betreuungskonzept entstehen.
Ja. Wir bieten langfristige Wartungsverträge für Photovoltaikanlagen und Energiesysteme an. Unser Ziel ist es, Sie über die gesamte Lebensdauer Ihrer Anlage zu begleiten und einen sicheren, zuverlässigen und wirtschaftlichen Betrieb langfristig sicherzustellen.
Den idealen Einstieg bildet dabei unser Monitoring. Durch die kontinuierliche Überwachung erkennen wir frühzeitig, ob Ihre Anlage ordnungsgemäss funktioniert oder ob Handlungsbedarf besteht. Auf dieser Grundlage leiten wir die notwendigen Massnahmen ab und besprechen diese transparent mit Ihnen.
Je nach Anlagengrösse und System werden anschliessend Inspektionen, Funktionsprüfungen oder Wartungsarbeiten geplant und in den passenden Zeitabständen durchgeführt. So erfolgen Wartungsmassnahmen bedarfsgerecht statt nach einem starren Zeitplan.
Selbstverständlich. Alle unsere Leistungen sind einzeln buchbar. Wir beraten Sie gerne, welche Kombination für Ihre Situation am sinnvollsten ist.
Eine Photovoltaikanlage sollte nicht pauschal gereinigt werden. Eine Reinigung ist dann sinnvoll, wenn sie zu einer nachweisbaren Verbesserung des Energieertrags oder der Lebensdauer eines Moduls führt. Nur so lohnt sie sich sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus ökologischer Sicht.
Produziert Ihre Solaranlage weniger Strom als erwartet, kann dies unter anderem auf Verschmutzungen zurückzuführen sein.
Gewöhnliche Ablagerungen wie Staub oder Pollen führen abhängig von Standort, Dachneigung und Niederschlag häufig nur zu geringen Ertragseinbussen. Bei stärkerer Verschmutzung, beispielsweise durch Vogelkot, Laub, Industrieemissionen, landwirtschaftliche Ablagerungen oder Rückstände aus dem Flugverkehr, können die Ertragsverluste jedoch deutlich höher ausfallen und im Einzelfall bis zu 15 % erreichen.
Moderne Photovoltaikanlagen bestehen aus mehreren in Serie verschalteten Solarmodulen, die zu sogenannten Modulsträngen (Strings) zusammengefasst werden. Wird ein Modul oder einzelne Zellbereiche stark verschmutzt, kann dies den Stromfluss innerhalb des gesamten Modulstrangs beeinflussen. Da sich der Strom in einer Serienschaltung am leistungsschwächsten Modul orientiert, kann bereits eine starke lokale Verschmutzung oder Verschattung die Leistung des betroffenen Moduls und damit auch die Erzeugung des gesamten Strings reduzieren.
Moderne Wechselrichter verfügen über ein sogenanntes Maximum Power Point Tracking (MPP-Tracking), das den optimalen Arbeitspunkt eines Strings kontinuierlich ermittelt und Ertragsverluste teilweise ausgleichen kann. Zusätzlich sind Photovoltaikmodule mit Bypass-Dioden ausgestattet, welche stark verschattete oder verschmutzte Zellbereiche überbrücken und dadurch grössere Leistungsverluste vermeiden.
Diese technischen Schutzmechanismen können die Auswirkungen jedoch nur begrenzt kompensieren. Sind mehrere Zellbereiche oder ganze Module gleichzeitig betroffen, sinkt der Energieertrag der Photovoltaikanlage.
Besonders bei flach geneigten Dächern mit einer Neigung von weniger als etwa 20° reicht der natürliche Selbstreinigungseffekt durch Regen häufig nicht aus. Ablagerungen können sich dort über längere Zeit ansammeln und den Energieertrag beeinträchtigen.
Wie stark sich Verschmutzungen tatsächlich auf den Ertrag auswirken, hängt immer von der Dachneigung, dem Standort, den Umgebungsbedingungen und den Betriebsbedingungen der Photovoltaikanlage ab. Deshalb empfiehlt es sich, den Anlagenzustand regelmässig anhand der Ertragsdaten oder geeigneter Kennzahlen wie der Performance Ratio (PR) zu überprüfen und eine Reinigung nur dann durchzuführen, wenn sie technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Ja. Vor einer Reinigung beurteilen wir anhand der Anlagendaten, ob eine Reinigung technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Nach der Reinigung kann anhand der Anlagendaten geprüft werden, ob sich der Energieertrag messbar verbessert hat. Ein weiterer Aspekt ist der langfristige Schutz der Photovoltaikanlage. Hartnäckige Ablagerungen sowie biologischer Bewuchs, beispielsweise durch Moos, Flechten oder Pilze, können die Module beschädigen. Eine Reinigung kann helfen, Schäden an den Modulen zu vermeiden und trägt dazu bei, den langfristig zuverlässigen Betrieb der Anlage zu erhalten.
Wir verwenden ausschliesslich demineralisiertes Wasser (Osmosewasser) in Kombination mit schonenden Reinigungstechniken.
Demineralisiertes Wasser ist frei von Kalk und Mineralien und kann Schmutz besonders effektiv lösen, ohne Rückstände oder Schlieren auf den Modulen zu hinterlassen.
Auf aggressive Chemikalien verzichten wir bewusst, da diese die Moduloberfläche beschädigen können und unter Umständen die Garantieleistungen der Hersteller beeinträchtigen.
Unsere Fernüberwachung vergleicht die Leistung Ihrer Anlage laufend mit den erwarteten Erträgen. Eine wichtige Kennzahl ist dabei die Performance Ratio (PR). Sinkt die Performance Ratio oder treten Abweichungen bei Wechselrichtern, Batteriespeichern oder anderen Komponenten auf, prüfen wir die Ursache. Bei Auffälligkeiten informieren wir Sie und geben eine konkrete Einschätzung der nächsten Schritte.
Wird eine Störung oder eine auffällige Abweichung erkannt, analysieren wir die verfügbaren Anlagendaten und beurteilen die Ursache. Je nach Situation beheben wir den Fehler aus der Ferne, empfehlen eine Kontrolle vor Ort oder erkennen bereits, dass eine Komponente ersetzt werden muss. Anschliessend erhalten Sie eine verständliche Rückmeldung über den Zustand Ihrer Anlage und die nächsten Schritte.
Nein. Wir übernehmen die technische Einrichtung, die Datenauswertung und die laufende Überwachung. Sie erhalten verständliche Informationen, wenn Handlungsbedarf besteht, ohne selbst Anlagendaten interpretieren zu müssen.
Ein Energiemanagementsystem wird mit den Änderungen ab dem 1. Januar 2027 zunehmend wichtiger. Es lohnt sich unabhängig von unserer Überwachung. Mehr über die gesetzlichen Änderungen erfahren Sie in unserem Artikel.
Für die Fernüberwachung Ihrer Anlage wird ein kompatibles Energiemanagementsystem benötigt. Dieses überträgt die Betriebsdaten Ihres Energiesystems an ein Monitoringportal. So können wir den Anlagenzustand überwachen und Abweichungen oder Störungen frühzeitig erkennen.
Je nach Energiesystem überwachen wir unter anderem die Performance Ratio (PR), die Stromproduktion, den Betriebszustand der Wechselrichter, den Batteriespeicher sowie weitere technische Betriebsdaten. Zusätzlich analysieren wir Kennzahlen wie die Leistung einzelner Module, die Eingangsspannung des Wechselrichters oder den Strom einzelner Strings, um Störungen und Abweichungen zu erkennen.
Regelmässige Sicht- und Funktionsprüfungen tragen dazu bei, dass Ihre Anlage sicher und zuverlässig arbeitet. Dabei können Verschleisserscheinungen, potenzielle Schwachstellen oder beginnende Schäden erkannt werden, bevor sie zu Ausfällen führen. Je nach Hersteller können dokumentierte Wartungs- und Prüfarbeiten zudem Voraussetzung für bestimmte Garantie- oder Gewährleistungsansprüche sein.
Bei der Thermografie erfassen wir mit einer Wärmebildkamera auf unserer Drohne die Temperaturverteilung Ihrer Solarmodule. Dadurch lassen sich sogenannte Hotspots, defekte Zellen, Kontaktprobleme oder auch Verschattungen frühzeitig erkennen. Es handelt sich dabei um Fehler, die mit blossem Auge oft nicht sichtbar sind.
Ein typisches Problem entsteht beispielsweise, wenn einzelne Zellen verschattet oder stark verschmutzt sind. In solchen Fällen greifen die integrierten Bypass-Dioden. Die betroffenen Zellbereiche werden überbrückt, damit die Leistung des Moduls oder des gesamten Strangs möglichst erhalten bleibt.
Das ist grundsätzlich sinnvoll. Gleichzeitig kann es dazu führen, dass einzelne Zellen nicht mehr aktiv Strom liefern, sondern vereinfacht gesagt Energie aufnehmen. Diese Energie wird in Wärme umgewandelt, wodurch sogenannte Hotspots entstehen. Diese lokalen Überhitzungen können die Zellen langfristig schädigen und im schlimmsten Fall zu dauerhaften Moduldefekten führen.
Genau solche Effekte lassen sich mit einer Thermografieanalyse zuverlässig sichtbar machen. Der Einsatz unserer Drohne ermöglicht dabei eine schnelle, sichere und flächendeckende Analyse, auch bei schwer zugänglichen oder grossen Anlagen.
So können Probleme frühzeitig erkannt und gezielt behoben werden. Es können gezielt Lösungen identifiziert werden, um den jährlichen Ertrag der Anlage zu verbessern.
Eine Thermografieanalyse empfehlen wir in der Regel alle zwei Jahre oder bei konkretem Verdacht auf Leistungseinbussen. Nach der Installation kann sie sinnvoll sein, um die korrekte Ausführung der Anlage zu überprüfen. Ebenso ist sie nach extremen Wetterereignissen hilfreich, um die Funktionsfähigkeit der Solaranlage sicherzustellen.
Ja, Absturzsicherungen müssen regelmässig überprüft werden, um die Sicherheit bei Arbeiten auf dem Dach jederzeit zu gewährleisten.
Die Pflicht ergibt sich aus gesetzlichen Vorgaben zum Arbeitsschutz sowie aus Normen und Richtlinien. Diese verlangen, dass Sicherungssysteme jederzeit in einem sicheren und funktionsfähigen Zustand sind und nur geprüfte Anschlageinrichtungen verwendet werden dürfen.
Regelmässige Kontrollen durch fachkundige Personen stellen sicher, dass mögliche Schäden oder Schwachstellen frühzeitig erkannt werden und die Sicherheit dauerhaft gewährleistet bleibt.
Wir kontrollieren die Befestigungen, prüfen die Anlage auf Beschädigungen und dokumentieren die Ergebnisse normkonform.
Wir analysieren die Erzeugungs- und Verbrauchsdaten Ihres Energiesystems sowie Lastverläufe und Betriebszeiten. Dabei untersuchen wir insbesondere, wie hoch Ihr Eigenverbrauch ist und mit welchen Massnahmen er sich erhöhen lässt. Aufgrund der Änderungen bei der Vergütung von Solarstrom ab dem 1. Januar 2027 gewinnt ein hoher Eigenverbrauch zusätzlich an Bedeutung.
Mithilfe unserer Erfahrung und einer detaillierten Datenauswertung identifizieren wir Optimierungspotenziale und empfehlen gezielt Massnahmen, die den Eigenverbrauch erhöhen und die Wirtschaftlichkeit Ihrer Solaranlage verbessern können. Je nach Ausgangslage beziehen wir auch Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur, Wärmepumpen, Lastmanagement oder Energiegemeinschaften in die Analyse ein. Wenn sinnvoll, prüfen wir zudem gebäudeübergreifende Optimierungsmöglichkeiten.
Sie erhalten einen Bericht mit einer verständlichen Auswertung Ihrer Anlage sowie konkreten Handlungsempfehlungen. Darin zeigen wir auf, welche technischen und organisatorischen Massnahmen für Ihr Energiesystem sinnvoll sind und wie sich diese auf Ihren Eigenverbrauch und die Wirtschaftlichkeit Ihrer Solaranlage auswirken können.
Der Eigenverbrauch lässt sich beispielsweise durch ein Energiemanagementsystem, einen Batteriespeicher, die intelligente Steuerung von Wärmepumpen oder Elektroautos sowie durch die Anpassung von Verbrauchszeiten erhöhen. Welche Massnahmen den grössten Nutzen bringen, hängt von Ihrem Gebäude und Ihrem Verbrauchsprofil ab. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel.
Auf extensiv oder intensiv begrünten Dächern wächst die Vegetation kontinuierlich. Ohne regelmässigen Rückschnitt kann sie Solarmodule verschatten, technische Anlagen überwuchern oder Wartungswege beeinträchtigen.
Gerade in Städten und urbanen Gebieten werden begrünte Dächer je nach Standort vorgeschrieben oder gezielt gefördert. Ziel ist es, zusätzliche Grünflächen zu schaffen, die Biodiversität zu fördern und Lebensräume für Kleintiere zu bieten. Gleichzeitig tragen Gründächer durch Verdunstung und Wasserspeicherung zur Kühlung der Umgebung bei und verbessern das Mikroklima.
Ohne regelmässige Pflege kann die Vegetation jedoch die Funktion der Solaranlage beeinträchtigen. Bereits kleinere Verschattungen können die Leistung reduzieren, da je nach Verschaltung ganze Module oder Modulstränge betroffen sein können. Zudem können verstopfte Abläufe zu Staunässe führen, was langfristig die Dachkonstruktion beeinträchtigen kann.
Gründächer bieten gleichzeitig die Möglichkeit, zusätzliche Energie zu erzeugen. In Kombination mit einer Solaranlage kann die vorhandene Fläche doppelt genutzt werden. Da Wartungsarbeiten für die Begrünung ohnehin notwendig sind, wird aktuell auch untersucht, inwiefern sich daraus zusätzliche wirtschaftliche Synergien ergeben können.
Wir pflegen Ihre Dachbegrünung fachgerecht, schneiden die Vegetation gezielt zurück und kontrollieren Abläufe sowie kritische Bereiche. So stellen wir sicher, dass Ihre Solaranlage frei bleibt, optimal funktioniert und langfristig geschützt ist.
Bei Schrägdächern prüfen wir die Dacheindeckung im Bereich der Solaranlage auf lose, beschädigte oder verschobene Elemente. Zusätzlich reinigen wir Dachrinnen und Fallrohre von Laub, Schmutz und Ablagerungen und dokumentieren Auffälligkeiten.
Bei Einfamilienhäusern steht meist ein einfacher und wirtschaftlicher Betrieb der Anlage im Vordergrund. In vielen Fällen genügt es, die Erträge und den Betriebszustand der Anlage laufend zu überwachen mithilfe eines Monitorings.
So können Probleme erkannt und bei Bedarf die passenden Massnahmen eingeleitet werden.
Je nach Anlage können zusätzlich folgende Leistungen sinnvoll sein:
- Modulreinigungen
- Funktionskontrollen
- Unterstützung bei Störungen
- Ertragsanalysen
- Optimierungen oder Erweiterungen
Welche Massnahmen tatsächlich sinnvoll sind, hängt vom Standort, der Dachneigung und der Ausführung der Anlage ab.
Bei Mehrfamilienhäusern stehen häufig nicht nur die Erträge der Anlage im Vordergrund, sondern auch ein möglichst geringer Aufwand für die Eigentümerschaft, die Verwaltung oder die verantwortliche Organisation.
Deshalb empfehlen wir, die Erträge und den Betriebszustand der Anlage laufend mithilfe eines Monitorings zu überwachen. So können Probleme erkannt, notwendige Massnahmen koordiniert und nach Rücksprache mit den verantwortlichen Personen umgesetzt werden. Das entlastet die Organisation und reduziert den internen Aufwand.
Je nach Anlage können zusätzlich folgende Leistungen sinnvoll sein:
- Funktionskontrollen und Sichtprüfungen der Anlage
- Pflege und Rückschnitt der Pflanzen bei einem Gründach
- Prüfung von Absturzsicherungen
- Modulreinigungen bei Bedarf
- Optimierung der Anlage (Prüfung, ob Möglichkeiten bestehen, die Wirtschaftlichkeit der Investition zu verbessern)
Auf Landwirtschaftsbetrieben sind Photovoltaikanlagen oft deutlich grösser als auf einem Einfamilienhaus. Entsprechend können auch kleinere Leistungseinbussen über die Jahre zu spürbaren Ertragsverlusten führen.
Deshalb empfehlen wir, die Erträge und den Betriebszustand der Anlage laufend zu überwachen. So lässt sich frühzeitig erkennen, ob die Anlage wie geplant läuft oder ob Handlungsbedarf besteht.
Je nach Standort und Anlagenausführung können zusätzlich folgende Leistungen sinnvoll sein:
- Funktionskontrollen und Sichtprüfungen der Anlage
- Modulreinigungen bei erhöhtem Verschmutzungsrisiko
- Prüfung von Absturzsicherungen
- Unterstützung bei Störungen und Defekten
- Optimierung der Anlage und des Energiesystems
- Integration in Energiegemeinschaften (ZEV, vZEV oder LEG)
Gerade auf Landwirtschaftsbetrieben können Staub, Pollen oder andere Verschmutzungen die Erträge beeinträchtigen. Bei grossen Dachflächen oder flach geneigten Modulen kann sich eine regelmässige Reinigung deshalb lohnen.
Viele Landwirtschaftsbetriebe verfügen zudem über ein hohes Potenzial, den produzierten Solarstrom selbst zu nutzen oder lokal zu vermarkten. Durch die Optimierung des Energiesystems oder die Teilnahme an einer Energiegemeinschaft kann die Wirtschaftlichkeit der Anlage zusätzlich verbessert werden. Dies liegt insbesondere daran, dass lokal genutzter oder lokal verkaufter Solarstrom in vielen Fällen höhere Erlöse erzielt als die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz.
Bei Unternehmen stehen häufig die Senkung der Energiekosten, ein hoher Eigenverbrauch und die langfristige Wirtschaftlichkeit der Investition im Vordergrund.
Deshalb empfehlen wir, die Erträge und den Betriebszustand der Anlage laufend zu überwachen. So können Probleme erkannt und gleichzeitig Optimierungspotenziale im Energiesystem identifiziert werden.
Je nach Ausgangslage können beispielsweise folgende Massnahmen sinnvoll sein:
- Optimierung des Eigenverbrauchs
- Integration von Batteriespeichern
- Integration von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge
- Funktionskontrollen und Sichtprüfungen der Anlage
- Prüfung von Absturzsicherungen
- Modulreinigungen bei Bedarf
- Unterstützung bei Störungen und Defekten
Welche Leistungen tatsächlich sinnvoll sind, hängt stark vom Gebäude, der Nutzung und dem Standort der Anlage ab. So können beispielsweise Verschmutzungen, die Dachneigung oder die Art des Daches einen Einfluss darauf haben, ob eine regelmässige Reinigung sinnvoll ist. Bei Flachdächern kann zudem die regelmässige Prüfung von Absturzsicherungen erforderlich sein.
Eine pauschale Empfehlung gibt es deshalb nicht. Unser Ziel ist es, die Solaranlage möglichst sinnvoll in das bestehende Energiesystem einzubinden und vorhandene Synergien optimal zu nutzen. Die laufende Überwachung der Anlage bildet dabei die Grundlage, um die richtigen Massnahmen zum richtigen Zeitpunkt umzusetzen.
Weitere interessante Fragen
Wirtschaftlichkeit, Energiegemeinschaften und Energiespeicher — verständlich erklärt.
Am Freitagmorgen, 28. August 2026, zog ein heftiges Unwetter über Winterthur und weitere Regionen der Nordostschweiz. Besonders betroffen waren unter anderem Wülflingen und Oberwinterthur. Gemeldet wurden grosse Hagelkörner sowie Schäden an Dächern, Dachfenstern, Fahrzeugen und Bäumen.
Vom Hagelunwetter betroffen waren unter anderem Winterthur, das Zürcher Unterland, das Zürcher Weinland, Teile des Thurgaus und angrenzende Regionen der Ostschweiz.
Die Intensität des Hagels konnte innerhalb einer Region unterschiedlich ausfallen. Deshalb ist nicht automatisch jede Solaranlage am gleichen Standort gleich stark betroffen.
Besonders getroffen wurden Winterthur, Bülach, Seuzach, Stadel, Rorbas, Embrach, Neftenbach, Dättlikon, Dinhard und Rickenbach. Dort fielen stellenweise 4 bis 6 Zentimeter grosse Hagelkörner.
Ja. Ein Hagelschaden an einer Solaranlage kann das Modulglas, die Modulrahmen, Kabel, Steckverbindungen und weitere Komponenten betreffen. Sichtbare Schäden sind zum Beispiel Risse, Einschlagstellen, Dellen oder Verformungen an den Solarmodulen.
Achten Sie auf folgende Anzeichen:
- Risse oder Einschlagstellen im Modulglas
- Dellen oder andere Spuren auf den Solarmodulen
- beschädigte oder verformte Modulrahmen
- beschädigte Kabel oder Steckverbindungen
- Fehlermeldungen am Wechselrichter
- auffällige Veränderungen im Energiemonitoring
- ein ungewöhnlicher Rückgang des Solarertrags
- Schäden an Dachziegeln, Dachfenstern oder Oberlichtern
Nicht alle Hagelschäden an Solarmodulen sind mit blossem Auge erkennbar. Wenn Sie unsicher sind, empfehlen wir eine fachgerechte Prüfung Ihrer Anlage.
Auch wenn Ihre Solaranlage auf den ersten Blick unbeschädigt aussieht, können durch Hagel Schäden entstanden sein, die nicht sofort erkennbar sind. Schauen Sie sich deshalb auch die Umgebung und benachbarte Gebäude an: Sind dort Hagelschäden an Solarmodulen sichtbar, sollten Sie vorsorglich eine Meldung bei Ihrer Gebäudeversicherung machen.
Beobachten Sie in den Wochen nach dem Unwetter den Ertrag Ihrer Anlage und die Meldungen des Wechselrichters. Ein ungewöhnlicher Ertragsrückgang oder neue Fehlermeldungen können auf einen Schaden hinweisen.
Da Zellschäden mit blossem Auge häufig nicht erkennbar sind, kann nach starkem Hagel eine Prüfung der Module sinnvoll sein. Ob eine solche Prüfung notwendig ist, klären wir gemeinsam mit Ihnen und dem Schadenexperten Ihrer Gebäudeversicherung.
In den meisten Fällen können Sie Ihre Solaranlage nach einem Hagelereignis weiterlaufen lassen, sofern keine sichtbaren Schäden oder Fehlermeldungen auftreten.
Da Hagel jedoch auch Schäden verursachen kann, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind, empfehlen wir nach starkem Hagel eine Kontrolle der Anlage.
Lassen Sie den betroffenen Anlagenteil möglichst rasch abschalten. Das übernimmt eine Fachperson oder eine entsprechend instruierte Person; wie das bei Ihrer Anlage funktioniert, ist im Anlagenhandbuch beschrieben, das Sie bei der Abnahme erhalten haben.
Schalten Sie die Anlage danach nicht selbst wieder ein. Die Freigabe erfolgt erst nach der Kontrolle durch eine Fachperson.
Melden Sie den Schaden anschliessend Ihrer Versicherung und uns, damit wir das weitere Vorgehen mit Ihnen abstimmen.
Nein. Solarmodule können auch bei ausgeschaltetem Wechselrichter unter Spannung stehen.
Berühren Sie deshalb keine beschädigten Solarmodule, Kabel oder andere Anlagenteile und betreten Sie das Dach nicht.
Nein. Versuchen Sie nicht, beschädigte Solarmodule auf dem Dach selbst zu sichern oder abzudecken.
Aufgrund der Absturzgefahr und möglicher elektrischer Gefahren sollten solche Arbeiten durch eine Fachperson ausgeführt werden.
Bei Rauchentwicklung, Brand, sichtbaren elektrischen Schäden oder einer anderen akuten Gefahr halten Sie Abstand zur Anlage und verlassen Sie den Gefahrenbereich.
Berühren Sie keine beschädigten Solarmodule, Kabel oder Anlagenteile. Bei unmittelbarer Gefahr alarmieren Sie den zuständigen Notruf.
Bei einer in die Dachfläche integrierten Solaranlage können Hagelschäden dringlicher sein. Beschädigungen können die Funktion der Dachhaut beeinträchtigen und beispielsweise dazu führen, dass Wasser in das Gebäude eindringt.
Bitte geben Sie bei Ihrer Schadenmeldung an, wenn Ihre Solaranlage in die Dachfläche integriert ist. Wir berücksichtigen dies bei der Beurteilung der Dringlichkeit.
Das Vorgehen ist je nach Kanton unterschiedlich. Häufig besteht die Möglichkeit, den Schaden über ein Onlineformular der zuständigen Gebäudeversicherung zu melden.
Parallel dazu können Sie den Schaden über unser Formular bei uns melden. Anschliessend nehmen wir Kontakt mit Ihnen auf und klären das weitere Vorgehen. Je nach Schadenfall führen wir die notwendigen Sichtprüfungen und Messungen durch und erstellen einen entsprechenden Bericht für Ihre Versicherung.
Zwingend ist eine Meldung nicht, wenn Sie keinen Schaden feststellen. Sinnvoll ist sie trotzdem, weil nicht jeder Hagelschaden sichtbar ist.
Fristen und Anforderungen unterscheiden sich je nach Versicherung. Klären Sie deshalb früh mit Ihrer Versicherung ab, bis wann eine Meldung möglich ist.
Je nach Schadenbild können unterschiedliche Prüfverfahren zum Einsatz kommen.
Eine Elektrolumineszenz-Prüfung eignet sich insbesondere dazu, nicht sichtbare Zellschäden wie Mikrorisse und Zellbrüche sichtbar zu machen. Eine Thermografie kann ergänzend eingesetzt werden, ist für die Erkennung solcher Schäden jedoch nur eingeschränkt geeignet.
Mit einer Elektrolumineszenz-Prüfung können nicht sichtbare Zellschäden wie Mikrorisse und Zellbrüche sichtbar gemacht werden.
Dadurch lässt sich der Zustand der Solarzellen genauer beurteilen, auch wenn von aussen keine Schäden erkennbar sind.
Bei einer Thermografie wird die Wärmeverteilung der Solarmodule mit einer Wärmebildkamera untersucht. Auffällige Temperaturunterschiede können Hinweise auf bestimmte Defekte geben.
Für die Erkennung von Zellbrüchen ist die Thermografie jedoch nur eingeschränkt geeignet. Insbesondere unmittelbar nach einem Hagelereignis können hauptsächlich grössere Zellschäden thermisch erkennbar sein.
Die Thermografie kann deshalb ergänzend eingesetzt werden. Bei Verdacht auf nicht sichtbare Zellbrüche ist eine Elektrolumineszenz-Prüfung besser geeignet.
Die Kosten hängen vom Umfang der Prüfung, vom Anlagenstandort und vom benötigten Prüfbericht ab. Wir besprechen den voraussichtlichen Aufwand mit Ihnen, bevor wir die Prüfung durchführen.
Ja. Wir prüfen Solaranlagen in Winterthur und in weiteren Regionen der Nordostschweiz. Dazu gehören unter anderem das Zürcher Unterland, das Zürcher Weinland, Teile des Thurgaus und angrenzende Regionen der Ostschweiz.
Ob und wann eine Prüfung möglich ist, klären wir gerne anhand Ihrer Angaben und des Anlagenstandorts.
Im Kanton Zürich gehören fest mit dem Gebäude verbundene Solarenergieanlagen grundsätzlich zum Versicherungsumfang der Gebäudeversicherung.
Nach aktuellem Informationsstand gibt es bei der Gebäudeversicherung Kanton Zürich noch keine einheitliche Regelung zur Kostenübernahme. Die Beurteilung erfolgt individuell durch den zuständigen Schadenexperten.
Aus bisherigen Erfahrungen in den betroffenen Hagelgebieten bestehen derzeit folgende Richtwerte:
- Bei 1 bis 59 Prozent Glasbruch werden die Kosten einer Elektrolumineszenz-Prüfung häufig von der Gebäudeversicherung übernommen.
- Ab 60 Prozent Glasbruch kann die Solaranlage als Totalschaden beurteilt werden.
- Ohne sichtbaren Glasbruch kann eine Kostenübernahme davon abhängen, ob bei der Untersuchung tatsächlich defekte Solarmodule festgestellt werden.
Diese Werte sind keine verbindlichen Vorgaben der Gebäudeversicherung. Entscheidend ist immer die Beurteilung des individuellen Schadenfalls durch den zuständigen Schadenexperten.
Wir empfehlen deshalb, das weitere Vorgehen und die Kostenübernahme vor einer Elektrolumineszenz-Prüfung mit dem Schadenexperten der Gebäudeversicherung abzusprechen. Andernfalls besteht das Risiko, dass die Kosten selbst getragen werden müssen.
Das hängt vom Schadenbild ab. Kabel, Steckverbindungen oder einzelne Bauteile lassen sich oft instand setzen. Beschädigte Solarmodule werden in der Regel ersetzt, da sich Glas und Zellen nicht reparieren lassen.
Nach der Prüfung zeigen wir Ihnen die möglichen Varianten und übernehmen auf Wunsch Reparatur, Ersatz und die weitere Betreuung Ihrer Anlage.
Bewahren Sie beschädigte oder bereits ausgebaute Solarmodule grundsätzlich auf, bis der Schadenfall mit der Versicherung abgeschlossen ist. Entsorgen Sie diese nicht ohne vorherige Rücksprache.
Die spätere Entsorgung erfolgt fachgerecht über die vorgesehenen Recyclingwege.
Eine Energiegemeinschaft ermöglicht es, lokal produzierten Solarstrom gemeinsam zu nutzen. Anstatt überschüssigen Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen, kann er direkt an weitere Gebäude, Wohnungen oder Unternehmen in der näheren Umgebung weitergegeben oder verkauft werden. Dadurch steigt der Eigenverbrauch, die Einspeisung ins öffentliche Netz wird reduziert und der lokal erzeugte Solarstrom kann besser genutzt werden.
So wird lokal produzierte Energie auch lokal verbraucht. Gleichzeitig werden gebäudeübergreifende Optimierungen möglich, das Stromnetz entlastet und Stromproduktion sowie Stromverbrauch besser aufeinander abgestimmt. Je nach Ausgangslage kommen unterschiedliche Modelle wie ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV), ein virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV) oder eine Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) infrage.
Gerne unterstützen wir Sie dabei, das passende Modell für Ihre Liegenschaft zu finden. Mehr dazu erfahren Sie im zugehörigen Artikel.
Alle drei Modelle verfolgen dasselbe Ziel: Solarstrom möglichst dort zu nutzen, wo er produziert wird. Sie unterscheiden sich jedoch in ihren technischen Voraussetzungen und darin, wer teilnehmen kann.
- Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV): Eignet sich insbesondere für Doppel-Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser oder kleinere Areale. Mehrere Endverbraucher nutzen den Solarstrom hinter demselben Netzanschlusspunkt gemeinsam. In der Praxis befinden sich die Teilnehmenden meist hinter demselben Hausanschlusskasten.
- Virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV): Eignet sich insbesondere für Quartiere, Nachbarschaften oder grössere Areale. Mehrere Endverbraucher nutzen den lokal produzierten Solarstrom gemeinsam, sofern ihre Gebäude über denselben Verknüpfungspunkt des Verteilnetzbetreibers angeschlossen sind. Die bestehende Netzinfrastruktur kann dabei weiterhin genutzt werden. Die bestehende Netzinfrastruktur bleibt dabei erhalten und kann genutzt werden. Der Verknüpfungspunkt befindet sich häufig in einem Kabelverteilkasten des Verteilnetzbetreibers am Strassenrand.
- Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG): Mit einer Lokalen Elektrizitätsgemeinschaft kann Solarstrom innerhalb eines lokalen Netzgebiets über das öffentliche Verteilnetz an weitere Teilnehmende verkauft werden. Je nach Netzgebiet kann sich eine Lokale Elektrizitätsgemeinschaft über ein ganzes Quartier oder eine Gemeinde erstrecken. Für die Nutzung des Verteilnetzes wird – abhängig von der Netzebene – ein Rabatt von 20 % oder 40 % auf die Netznutzung gewährt.
Welche Lösung geeignet ist, hängt von der Liegenschaft, der Netzanschlusssituation und den technischen Voraussetzungen ab.
Die Messung und Abrechnung hängen vom gewählten Modell ab. Bei einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) erfolgt die interne Messung über private Messsysteme. Bei einem virtuellen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV) und einer Lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) werden dafür die Smart Meter beziehungsweise die Messeinrichtungen des Verteilnetzbetreibers genutzt.
Je nach Modell übernehmen die Eigentümerin oder der Eigentümer, eine Verwaltung, ein spezialisierter Abrechnungsdienstleister, die Betreiberin oder der Betreiber der Energiegemeinschaft oder der Verteilnetzbetreiber die Abrechnung. Wer welche Aufgaben übernimmt, sollte bereits in der Planungsphase festgelegt werden.
Deshalb empfiehlt es sich, frühzeitig ein Mess- und Abrechnungskonzept zu erstellen. Darin wird definiert, wer den Strom misst, wer die Abrechnung erstellt und wie der lokal produzierte sowie der aus dem Netz bezogene Strom den einzelnen Teilnehmenden zugeordnet werden. Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung eines passenden Mess- und Abrechnungskonzepts für Ihre Liegenschaft.
Ob ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV), ein virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV) oder eine Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) die passende Lösung ist, hängt von Ihrer Liegenschaft und Ihren Zielen ab.
Wir prüfen die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen und zeigen Ihnen auf, welches Modell den grössten Nutzen für Ihre Liegenschaft bietet.
Kann der produzierte Solarstrom innerhalb der Energiegemeinschaft nicht vollständig genutzt werden, wird der überschüssige Strom ins öffentliche Netz eingespeist. Dafür erhält die Betreiberin oder der Betreiber der Photovoltaikanlage eine Einspeisevergütung des zuständigen Verteilnetzbetreibers.
Falls das lokale Elektrizitätswerk keine eigene Einspeisevergütung festlegt, gelten die gesetzlichen Vorgaben beziehungsweise die entsprechenden Marktpreise. Mehr dazu erfahren Sie im zugehörigen Artikel.
Ja. Energiegemeinschaften lassen sich stufenweise kombinieren: Zuerst wird Strom im eigenen Gebäude genutzt, dann innerhalb eines Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV), anschliessend über einen virtuellen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV) und schliesslich innerhalb einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG). Erst wenn auch dort keine Nachfrage besteht, wird der Strom ins öffentliche Netz eingespeist.
Ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ermöglicht es mehreren Endverbraucherinnen und Endverbrauchern innerhalb eines Gebäudes oder einer Überbauung, den Solarstrom einer gemeinsamen Photovoltaikanlage zu nutzen. Der lokal produzierte Strom wird direkt innerhalb der Liegenschaft verteilt und verbraucht, ohne dass er zuerst ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden muss. Dadurch steigt der Eigenverbrauch und der Strombezug aus dem öffentlichen Netz wird reduziert.
Ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ist möglich, wenn alle Teilnehmenden hinter demselben Netzanschlusspunkt angeschlossen sind. Zudem muss die Leistung der Photovoltaikanlage mindestens 10 % der Anschlussleistung aller teilnehmenden Endverbraucherinnen und Endverbraucher betragen.
An einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) können Eigentümerinnen und Eigentümer, Mieterinnen und Mieter sowie Unternehmen teilnehmen. Voraussetzung ist, dass sich alle Teilnehmenden hinter demselben Netzanschlusspunkt befinden.
Der Stromverbrauch wird innerhalb des Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV) gemessen und den einzelnen Teilnehmenden zugeordnet. Die Abrechnung übernimmt je nach Organisation die Eigentümerschaft, eine Verwaltung oder ein spezialisierter Dienstleister.
Die Messung innerhalb eines Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV) erfolgt über private Messsysteme. Der Hauptzähler gegenüber dem Verteilnetzbetreiber bleibt bestehen, während der Stromverbrauch der einzelnen Teilnehmenden innerhalb des Zusammenschlusses separat mit privaten Messeinrichtungen erfasst wird.
Ja. Ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) erhöht den Eigenverbrauch und ermöglicht es, einen grösseren Anteil des selbst produzierten Solarstroms direkt im Gebäude zu nutzen. Dadurch muss weniger Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen werden und die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage verbessert sich häufig.
Ein virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV) erweitert das Prinzip des Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch auf mehrere Gebäude. Auch Gebäude, die nicht über eine gemeinsame Hausinstallation verbunden sind, können den lokal produzierten Solarstrom gemeinsam nutzen. Die Verteilung erfolgt über das bestehende Stromnetz des Verteilnetzbetreibers und wird mithilfe intelligenter Stromzähler (Smart Meter) bilanziell abgebildet. Dadurch kann der Eigenverbrauch über mehrere Gebäude hinweg erhöht werden.
Ein virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV) eignet sich besonders für benachbarte Gebäude, Überbauungen oder Quartiere. Dadurch kann mehr lokal produzierter Solarstrom gemeinsam genutzt werden, ohne dass die bestehende Elektroinstallation grundlegend angepasst werden muss.
Ein virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV) ist möglich, wenn die teilnehmenden Gebäude über denselben Verknüpfungspunkt des Verteilnetzbetreibers angeschlossen sind und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt werden.
Ja. Beim virtuellen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV) erfolgt die Messung über die Smart Meter des Verteilnetzbetreibers. Sie bilden die Grundlage für die Zuordnung und Abrechnung des lokal produzierten Solarstroms.
Die Messung erfolgt über die bestehende Messinfrastruktur des Verteilnetzbetreibers. Die Smart Meter erfassen den Stromverbrauch und die Stromproduktion der einzelnen Teilnehmenden. Auf dieser Grundlage wird der lokal genutzte Solarstrom bilanziert und abgerechnet.
Die Abrechnung kann durch die Eigentümerschaft, eine Verwaltung oder einen spezialisierten Dienstleister erfolgen. Grundlage dafür bilden die Messdaten der Smart Meter des Verteilnetzbetreibers.
Eine Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) ermöglicht es, lokal produzierten Solarstrom innerhalb eines Quartiers oder einer Gemeinde gemeinsam zu nutzen und an andere Teilnehmende zu verkaufen. Produzentinnen und Produzenten, Batteriespeicher sowie Stromverbraucherinnen und Stromverbraucher werden Teil eines regionalen Energiesystems. Dadurch bleibt mehr Solarstrom in der Region, der Eigenverbrauch steigt und das öffentliche Stromnetz wird entlastet.
Ja. Da der Strom innerhalb einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) physisch über das öffentliche Netz fliesst, wird ein Rabatt auf die Netznutzung gewährt. Ohne Spannungstransformation beträgt der Abschlag maximal 40 %, mit Spannungstransformation maximal 20 %. Voraussetzung ist, dass alle Teilnehmenden im Netzgebiet desselben Verteilnetzbetreibers angeschlossen sind.
Die Umsetzung einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) erfolgt in mehreren Schritten: Initiierung und Teilnehmendensuche, Klärung der rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen mit dem Verteilnetzbetreiber, Festlegung von Tarifen und Verteilschlüsseln, Anmeldung der Messpunkte sowie Aufbau der Abrechnungslogik. Eine fachliche Begleitung erleichtert den Prozess erheblich.
Sowohl Produzenten als auch Verbraucher profitieren in einer LEG, allerdings unterschiedlich stark. Produzenten erhalten in der Regel einen höheren Preis als bei der Netzeinspeisung, Verbraucher zahlen weniger als beim regulären Tarif. Wie stark der Nutzen ausfällt, hängt von der Tarifgestaltung, dem Netznutzungsrabatt und dem Verhältnis zwischen lokaler Produktion und Verbrauch ab.
Vereinfacht lässt sich der wirtschaftliche Nutzen einer Solaranlage in vier Bausteine gliedern: Eigenverbrauch, lokaler Stromverkauf über Energiegemeinschaften, Einspeisevergütung und Herkunftsnachweise. Der grösste Hebel ist heute fast immer der Eigenverbrauch, ergänzt durch lokale Vermarktung. Die Einspeisevergütung ist meist der schwächste Hebel – und doch derjenige, an den die meisten zuerst denken.
Die Einspeisevergütung orientiert sich heute in den meisten Netzgebieten am quartalsweise gemittelten Referenzmarktpreis (EPEX Spot, Day-Ahead). Da bei hoher Sonneneinstrahlung viele Anlagen gleichzeitig einspeisen, entsteht ein Überangebot und der Marktpreis fällt – der sogenannte Kannibalisierungseffekt. Ab 2027 wird die Vergütung noch stärker an den Marktwert gekoppelt, wodurch zeitweise auch sehr tiefe oder sogar negative Preise auftreten können.
Mit jeder produzierten Kilowattstunde Solarstrom entsteht ein zweiter, davon getrennter Wert: der Herkunftsnachweis (HKN). Er belegt, dass der Strom aus erneuerbarer Energie stammt, und kann separat verkauft werden. Je nach Energieversorger und Marktlage entstehen daraus zusätzliche Einnahmen von bis zu rund 3 Rappen pro Kilowattstunde, ohne dass an der Anlage etwas verändert werden muss.
Ja. Eine Photovoltaikanlage lohnt sich auf einem Einfamilienhaus auch heute noch. Entscheidend ist, dass die Anlage auf den zukünftigen Energiebedarf ausgelegt wird.
Zu den wichtigsten Punkten gehören:
- Zukünftigen Stromverbrauch berücksichtigen, beispielsweise für Elektromobilität oder eine Wärmepumpe.
- Solaranlage langfristig planen, da sie in der Regel 30 Jahre oder länger genutzt wird.
- Eigenverbrauch erhöhen, indem möglichst viel Solarstrom direkt im Gebäude genutzt wird.
- Batteriespeicher prüfen, um überschüssigen Solarstrom am Abend oder in der Nacht zu nutzen.
- Lokale Stromnutzung ermöglichen, beispielsweise über eine Energiegemeinschaft mit der Nachbarschaft oder in der Gemeinde.
Gerne unterstützen wir Sie dabei, die optimale Grösse Ihrer Photovoltaikanlage zu bestimmen und Ihr Energiesystem auf die kommenden Jahre auszurichten.
Ja. Gerade auf Mehrfamilienhäusern bietet eine Photovoltaikanlage heute grosses Potenzial. Der erzeugte Solarstrom kann direkt von den Bewohnerinnen und Bewohnern genutzt werden, wodurch häufig bereits ohne Batteriespeicher ein hoher Eigenverbrauch erreicht wird.
Zu den wichtigsten Punkten gehören:
- Hoher Eigenverbrauch, da der Solarstrom direkt von den Mietenden im Gebäude genutzt werden kann.
- Eigenverbrauch gezielt steigern, beispielsweise durch Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge oder die intelligente Einbindung der Wärmeerzeugung.
- Batteriespeicher prüfen, wenn dadurch der Eigenverbrauch weiter erhöht und Lastspitzen reduziert werden können.
- Lokale Vermarktung des Solarstroms, indem auch benachbarte Gebäude oder die Umgebung einbezogen werden. Ein Blick über die eigene Parzelle hinaus kann die Wirtschaftlichkeit zusätzlich verbessern.
Wir unterstützen Sie bei der technischen, wirtschaftlichen und administrativen Planung Ihres Energiesystems – von der Photovoltaikanlage bis zur optimalen Nutzung des erzeugten Solarstroms.
Ja. Auf Gewerbegebäuden lohnt sich eine Photovoltaikanlage in vielen Fällen besonders, da der Stromverbrauch häufig genau dann anfällt, wenn die Solaranlage Strom produziert.
Zu den wichtigsten Punkten gehören:
- Hoher Eigenverbrauch durch den Strombedarf während der Arbeitszeiten.
- Kurze Amortisationszeiten, da ein grosser Teil des Solarstroms direkt genutzt werden kann.
- Anlage auf zukünftige Entwicklungen auslegen, beispielsweise für Elektromobilität, Wärmepumpen oder Produktionsanlagen.
- Batteriespeicher und Lastmanagement prüfen, um Lastspitzen zu reduzieren und kosten einzusparen
- Investitionssicherheit, da selbst erzeugter Solarstrom langfristig vor steigenden Strompreisen schützt.
Gerne analysieren wir Ihr Gebäude und zeigen Ihnen, wie Sie die Wirtschaftlichkeit Ihrer Photovoltaikanlage langfristig optimieren können.
Ein Energiespeicher nimmt überschüssigen Solarstrom auf und gibt ihn zu einem späteren Zeitpunkt wieder ab. In Wohngebäuden kommen meist Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz. Sie verschieben den Solarstrom vom Tag in den Abend oder die Nacht und erhöhen so den Eigenverbrauch. Neben Batteriespeichern gibt es auch thermische Speicher (z. B. Warmwasser) sowie Quartierspeicher für mehrere Liegenschaften.
Ein Batteriespeicher lohnt sich vor allem dann, wenn der Eigenverbrauch ohne Speicher tief ist und ein grosser Teil des Solarstroms ins Netz eingespeist würde. Mit Wärmepumpe, Elektroauto und einem Energiemanagementsystem lässt sich der Eigenverbrauch oft auch ohne Speicher deutlich steigern – ein Speicher ist dann eine sinnvolle Ergänzung, aber nicht in jedem Fall zwingend.
Ein Batteriespeicher ist mit Investitionskosten verbunden. Das eingesetzte Kapital steht somit nicht für andere Investitionen zur Verfügung. Deshalb sollte immer geprüft werden, ob sich die Investition über eine sinnvolle Amortisationszeit rechnet und ob alternative Lösungen, wie beispielsweise Energiegemeinschaften, wirtschaftlich attraktiver sein können.
Ein Energiespeicher erhöht den Eigenverbrauch, indem überschüssiger Strom vom Tag in die Nacht verschoben wird. Dadurch wird weniger Energie zu oft niedrigen Einspeisetarifen abgegeben und mehr Strom selbst genutzt. In vielen Fällen kann ein Speicher somit die Wirtschaftlichkeit der bestehenden Solaranlage verbessern.
Gerade bei tiefen oder schwankenden Einspeisevergütungen gewinnt dieser Effekt an Bedeutung. Gleichzeitig kann ein Speicher das Energiesystem robuster machen und die Abhängigkeit vom Strommarkt reduzieren.
Bei Neubauten oder bei der Planung einer neuen Anlage sollte jedoch immer gesamtheitlich betrachtet werden, ob die Kombination aus Solaranlage und Batteriespeicher den wirtschaftlichen Erwartungen entspricht. Dabei spielen Faktoren wie Verbrauchsprofil, Strompreise, Nutzungsmöglichkeiten und Investitionskosten eine entscheidende Rolle.
Grundsätzlich lässt sich festhalten:
- Ein Batteriespeicher ist in vielen Fällen sinnvoll und unterstützt das Energiesystem
- Die tatsächliche Wirtschaftlichkeit ist jedoch immer standort- und nutzungsabhängig
- Eine fundierte Analyse ist entscheidend für eine klare Entscheidungsgrundlage
Ein Quartierspeicher ist ein gemeinschaftlich genutzter Batteriespeicher für mehrere Wohneinheiten oder Liegenschaften. Er wird typischerweise im Rahmen eines virtuellen Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (vZEV) oder einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) betrieben. Durch die gemeinsame Nutzung lassen sich Investitionskosten teilen und die Auslastung des Speichers erhöhen.
Ja. Gerade in Gewerbe, Industrie und grösseren Wohnsiedlungen kann ein Batteriespeicher gezielt eingesetzt werden, um Lastspitzen zu kappen (Peak Shaving). Da viele Stromtarife eine Leistungskomponente enthalten, lassen sich dadurch die Netznutzungskosten spürbar senken – zusätzlich zum Nutzen für den Eigenverbrauch.
Regelenergie dient dazu, kurzfristige Schwankungen zwischen Stromproduktion und -verbrauch auszugleichen und die Netzfrequenz von 50 Hz stabil zu halten. Batteriespeicher können diese Leistung sehr schnell bereitstellen und so aktiv zur Netzstabilität beitragen. Daraus können zusätzliche Erlöse entstehen, sofern der Speicher entsprechend ausgelegt und am Regelenergiemarkt präqualifiziert ist.
Überschüssiger Solarstrom kann in einem Batteriespeicher gespeichert und später genutzt oder ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Zusätzlich kann er innerhalb eines ZEV, vZEV oder einer LEG direkt an andere Verbraucher in der Nähe weitergegeben werden. So bleibt mehr Energie lokal nutzbar und der wirtschaftliche Wert des Solarstroms steigt.
Ja. Ein Elektroauto kann direkt mit dem Strom Ihrer Photovoltaikanlage geladen werden. Das Laden kann entweder manuell erfolgen oder automatisch über ein Energiemanagementsystem (EMS) gesteuert werden. Dabei erkennt das System, wann überschüssiger Solarstrom verfügbar ist, und startet den Ladevorgang automatisch. So wird möglichst viel des selbst produzierten Solarstroms direkt genutzt.
Ja, in den meisten Fällen lohnt sich eine eigene Ladestation. Jede Kilowattstunde Solarstrom, die Sie direkt zum Laden Ihres Elektroautos nutzen, erhöht den Eigenverbrauch Ihrer Photovoltaikanlage. Dadurch muss weniger Strom ins öffentliche Netz eingespeist und weniger Netzstrom bezogen werden. Das verbessert die Wirtschaftlichkeit Ihrer Solaranlage und reduziert gleichzeitig Ihre Energiekosten.
Ein Lastmanagement wird häufig ab der zweiten Ladestation erforderlich und sorgt dafür, dass die verfügbare Anschlussleistung optimal auf mehrere Ladepunkte verteilt wird. Dadurch werden Überlastungen des Hausanschlusses vermieden und mehrere Elektrofahrzeuge können gleichzeitig geladen werden.
Ja. Eine Photovoltaikanlage lohnt sich auch heute noch. Während früher vor allem die Einspeisevergütung einen wichtigen Teil der Wirtschaftlichkeit ausmachte, entsteht der grösste finanzielle Nutzen heute durch den Eigenverbrauch. Jede Kilowattstunde Solarstrom, die direkt im Gebäude genutzt wird, muss nicht aus dem öffentlichen Netz bezogen werden und reduziert dadurch Ihre Stromkosten.
Besonders wirtschaftlich wird eine Photovoltaikanlage, wenn sie als Teil eines Energiesystems betrachtet wird. Batteriespeicher, Wärmepumpen, Ladestationen für Elektroautos oder Energiegemeinschaften helfen dabei, den Eigenverbrauch weiter zu erhöhen und den selbst produzierten Solarstrom optimal zu nutzen.
Wie viel Strom eine Photovoltaikanlage produziert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem die Grösse der Anlage, die Ausrichtung und Neigung des Dachs, mögliche Verschattungen sowie der Standort.
In der Schweiz erzeugt eine gut geplante Photovoltaikanlage je nach Region typischerweise zwischen 900 und 1’100 kWh Solarstrom pro installiertem kWp und Jahr. Eine Anlage mit 10 kWp produziert somit häufig rund 9’000 bis 11’000 kWh Solarstrom pro Jahr.
Die optimale Grösse einer Photovoltaikanlage richtet sich nicht nur nach Ihrem heutigen Stromverbrauch, sondern auch nach Ihren zukünftigen Bedürfnissen. Planen Sie beispielsweise ein Elektroauto, eine Wärmepumpe, einen Batteriespeicher oder möchten Sie Ihren Solarstrom künftig in einer Energiegemeinschaft gemeinsam nutzen, sollte dies bereits bei der Planung berücksichtigt werden.
Aus unserer Erfahrung lohnt es sich häufig, die verfügbare Dachfläche möglichst gut auszunutzen. Überschüssiger Solarstrom kann heute deutlich besser genutzt werden als noch vor wenigen Jahren – beispielsweise durch Eigenverbrauch, Batteriespeicher oder den lokalen Verkauf innerhalb einer Energiegemeinschaft.
Ja. Viele Photovoltaikanlagen lassen sich nachträglich erweitern, beispielsweise wenn der Stromverbrauch steigt oder ein Elektroauto, eine Wärmepumpe oder ein Batteriespeicher hinzukommen.
Ob eine Erweiterung möglich ist, hängt unter anderem von der vorhandenen Dachfläche, dem Wechselrichter, der Elektroinstallation und der Netzanschlusssituation ab. Gleichzeitig bietet eine Erweiterung die Möglichkeit, das gesamte Energiesystem zu überprüfen und aufeinander abzustimmen. Oft lohnt es sich, nicht nur zusätzliche Solarmodule zu installieren, sondern auch den Eigenverbrauch gezielt zu optimieren.
Ein Energiemanagementsystem (EMS) hilft, den Eigenverbrauch intelligent zu steuern und zu optimieren. Der Marktpreis soll künftig in kürzeren Zeitintervallen berechnet werden, beispielsweise im 15-Minuten-Takt. Für Anlagen mit Energiespeichern und EMS könnte dies Vorteile bringen, da Flexibilitäten besser genutzt werden können. Ebenso gewinnt die Frage an Bedeutung, wann Energie produziert wird. Anlagen können bewusst auf Winterstrom ausgelegt werden, wenn Energie besonders wertvoll ist.
Eine Photovoltaikanlage wird in der Regel 30 Jahre oder länger genutzt. Deshalb sollte sie nicht nur auf den heutigen Stromverbrauch ausgelegt werden. Bereits bei der Planung lohnt es sich, zukünftige Verbraucher wie eine Wärmepumpe, ein Elektroauto oder einen Batteriespeicher zu berücksichtigen.
Die Möglichkeit, Solarstrom künftig lokal zu verkaufen, beispielsweise über eine Energiegemeinschaft, sollte bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Kann überschüssiger Solarstrom nicht nur ins öffentliche Netz eingespeist, sondern direkt an andere Endverbraucher verkauft werden, verbessert dies häufig die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage.
Dadurch lohnt es sich oft, die verfügbare Dachfläche möglichst gut auszunutzen. Die zusätzlichen Solarmodule verursachen im Verhältnis meist nur geringe Mehrkosten, während mehr Solarstrom selbst genutzt, gespeichert oder lokal verkauft werden kann. Dadurch sinken die Investitionskosten pro installiertem Kilowattpeak (kWp) und die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage kann weiter verbessert werden.
Durch eine detaillierte Analyse Ihrer Erzeugungs- und Verbrauchsdaten identifizieren wir konkrete Massnahmen zur Steigerung Ihres Eigenverbrauchs. Das können zeitliche Lastverschiebungen sein, die Integration eines Batteriespeichers oder intelligentes Laden Ihres Elektrofahrzeugs.
Eigenverbrauch beschreibt den Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, der direkt im eigenen Gebäude genutzt wird. Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt Strom, der sonst vom Elektrizitätswerk bezogen werden müsste. Da der Netzbezugspreis (typischerweise 20–30 Rp./kWh) meist deutlich über der Einspeisevergütung (5–10 Rp./kWh) liegt, ist Eigenverbrauch heute der wichtigste Hebel für die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage.
Ohne weitere Massnahmen liegt der Eigenverbrauch in einem typischen Einfamilienhaus mit Solaranlage bei rund 25 bis 35 Prozent der Jahresproduktion. Mit einer Wärmepumpe, einem Elektroauto, einem Batteriespeicher oder einem Energiemanagementsystem lässt sich dieser Wert deutlich erhöhen, je nach Konstellation auf 50 bis 70 Prozent.
Der grösste wirtschaftliche Vorteil einer Solaranlage entsteht durch den Eigenverbrauch. Ein Energiemanagementsystem (EMS) kann dabei helfen, den Eigenverbrauch intelligent zu steuern und zu optimieren. Energiespeicher ermöglichen es, Solarstrom vom Tag in den Abend oder in die Nacht zu verschieben. Zusätzlich können Sie Ihr Elektroauto intelligent laden oder Ihre Wärmepumpe gezielt steuern, um den Eigenverbrauch weiter zu maximieren.
Es gibt mehrere Hebel, um mehr Solarstrom selbst zu nutzen: Verbrauch automatisch optimieren mit einem Energiemanagementsystem, Wärmepumpe oder Heizeinsatz gezielt mit Solarstrom betreiben, Elektroauto solar laden und überschüssigen Strom in einem Batteriespeicher für später bereitstellen. Welche Kombination am sinnvollsten ist, hängt vom Verbrauchsprofil und Gebäudetyp ab.
Die Vergütung für eingespeisten Solarstrom verändert sich. Neu gilt zunehmend der quartalsweise gemittelte Marktpreis, der je nach Angebot und Nachfrage schwankt.
Für kleinere Anlagen bis 30 kWp gibt es derzeit eine Mindestvergütung von 6 Rp./kWh. Für Anlagen bis 150 kWp kann die nachfolgende Formel angewendet werden.
In Zukunft wird die Vergütung voraussichtlich dynamisch gestaltet, das heisst, sie wird sich stärker an den tatsächlichen Marktpreisen orientieren und in kürzeren Zeitintervallen berechnet.
Entscheidend ist jedoch nicht nur die Höhe der Vergütung, sondern vor allem, wie der Solarstrom genutzt wird. Wer Energie direkt selbst verbraucht, speichert oder lokal weitergibt, kann einen deutlich grösseren Teil der Wertschöpfung vor Ort behalten.
Ja, derzeit gibt es für kleinere Anlagen eine Mindestvergütung als Absicherung. Für Anlagen bis 30 kWp gilt 6 Rp./kWh. Für Anlagen bis 150 kWp kann die nachfolgende Formel angewendet werden. Ab 150 kWp gilt keine Mindestvergütung mehr.
Dieses Vergütungssystem wird derzeit politisch überarbeitet. In Zukunft wird es voraussichtlich einen Bonus für kleinere Anlagen geben, um deren Wirtschaftlichkeit weiterhin zu unterstützen.

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